Achtung KI!
21. September 2026Allwissende Maschine oder plappernder Papagei?
Die Klasse 6B des C4.2 aus der Reuler Schule wollte wissen, wie künstliche Intelligenz (KI) funktioniert, weil sie im Alltag eine große Rolle spielt – auch im Alltag von Kindern. Die Schülerinnen und Schüler haben nachgeforscht, wie man sich vor möglichen Gefahren schützen kann.
Wer hat KI erfunden?
Im Jahr 1956 entwickelte Alan Turing mit neun Arbeitskollegen in Großbritannien und in den USA die Anfänge der Künstlichen Intelligenz. Ziel war es, menschliche Überlegungen zu automatisieren und viele Daten gleichzeitig zu bearbeiten. Die KI macht Menschen die Arbeit leichter und schneller. Sie kann aber längst nicht alles.

Bild: Microsoft Copilot/ mit KI generierte Illustration, 2026.
KI für jeden?
2022 eroberte ChatGPT die Welt. Dadurch erhielten viele Menschen aktiv Zugang zur Nutzung künstlicher Intelligenz. Passiv nutzten sie aber schon länger KI, zum Beispiel in Navigationssystemen oder bei Spracherkennung.
Wie schlau ist die KI?
Ist die KI wirklich so schlau, wie viele meinen? Das kann sie vielleicht am besten selbst erklären! Auf die Frage, woher sie so viel Wissen habe, antwortet ChatGPT zum Beispiel dies:
„Ich kann große Mengen an Text verarbeiten, Zusammenhänge erkennen, programmieren, beim Lernen helfen und viele Fragen beantworten. Dabei wirke ich oft ‚schlau‘.
Ich habe jedoch kein Bewusstsein, keine eigenen Erfahrungen und kein menschliches Verständnis der Welt. Deshalb kann ich Fehler machen oder überzeugend klingende, aber falsche Antworten geben.
Wenn ‚schlau‘ bedeutet, Wissen anzuwenden und Probleme zu lösen, bin ich in vielen Bereichen leistungsfähig. Geht es um menschliche Urteilskraft, Intuition oder Selbstbewusstsein, sind meine Fähigkeiten klar begrenzt.”
Künstliche Intelligenz ist also nicht wirklich schlau. Sie gibt nur weiter, was sie in Datenbanken findet. Ob richtig oder falsch, das spielt keine Rolle. Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung, dass KI wie Menschen denkt, hat sie kein Bewusstsein und keine Gefühle. KI ist ein hochentwickeltes Rechenmodell, das Daten nicht nur speichert, sondern daraus lernt und neue Ergebnisse erzeugt.
Man sollte der KI also nicht blind vertrauen. Kontrolle ist besser!
Stichwort Datenschutz
Die KI nutzt Daten, also Informationen, um zu lernen. Dabei merkt sie sich alles, was du in den Chat schreibst, damit du das später noch einmal lesen kannst.
Gut zu wissen!
Diese Informationen solltest du der KI niemals geben:
Name
Telefonnummer
Adresse
E-Mail-Adresse
Schule
Fotos von dir oder anderen
Denk immer daran, dass KI Fehler machen kann und manchmal Dinge erfindet. Wenn du unsicher bist, überprüfe die Antwort der KI:
Klingt die Antwort komisch oder ergibt keinen Sinn?
Überprüfe die Antwort bei anderen Quellen (Schulbücher, offizielle Webseiten, Lexikon)
Frage Eltern oder Lehrpersonal
Wenn du diese Regeln beachtest, kann dir KI helfen, zum Beispiel, um neue Ideen zu bekommen, schnell Erklärungen zu finden oder um Texte zu übersetzen.
KI – allwissende Maschine oder Papagei?
Die KI weiß längst nicht alles. Nur das, was Nutzende eingeben, kann sie speichern und wiederverwenden. Sie greift also auf Millionen von Daten zurück. KI kann Probleme deswegen schnell und effizient lösen. Aber sie kann niemals menschliche Gefühle, Bewusstsein oder Urteilsvermögen haben.

Bild: Microsoft Copilot / mit KI generierte Illustration, 2026.
KI birgt auch Risiken, vor allem in den Bereichen Sicherheit, Datenschutz und zwischenmenschlichen Beziehungen.
Die KI weiß also sehr viel, aber sie plappert nur Informationen nach wie ein Papagei. Manchmal erstellt sie falsche Zusammenhänge. Das ist, als würde ein Papagei bei einer Bestattung das Lied „Happy Birthday“ singen, weil es das einzige Lied ist, das er gelernt hat.