Bruno, Anis und Nicolas aus Mertert fragen: Wie produziert man Glas?
1. Juni 2026Glas begegnet dir überall, ob als Fenster, Blumenvase oder Wasserglas. Glas zerbricht leicht, hat aber auch Vorteile. Es kann recycelt werden und lässt sich in vielen Bereichen einsetzen. Ein kaputtes Glas ist also nicht verloren. Aus den Scherben kann Neues entstehen.
Das ist im Glas:
- Quarzsand besteht vor allem aus dem Mineral Quarz. Er wird in Sandgruben, Steinbrüchen und aus Fluss- oder Meeresablagerungen gewonnen.
- Natriumcarbonat ist ein weißes Pulver, das wie Salz aussieht. Man kann es zum Reinigen oder sogar beim Backen benutzen. In der Glasproduktion heißt das Natriumcarbonat „Soda“. Es sorgt dafür, dass geschmolzenes Glas flüssig bleibt und beim Abkühlen gleichmäßig fest wird.
- Calciumcarbonat ist der wichtigste Bestandteil von Kalk. Es macht das Glas stabil und wasserfest. Dolimit ist ein Gestein. Wenn man es benutzt, um Glas herzustellen, wird das Glas noch stärker und widerstandsfähiger.
Quarzsand ist kein Sand aus dem Sandkasten oder vom Strand!

Foto: Shutterstock / MoLampera
Glas kann auch nur aus Quarzsand hergestellt werden. Dann braucht man beim Schmelzen aber mehr Hitze.
Alle Zutaten müssen gemischt werden. Die Masse kommt in einen großen Ofen und wird bei 1200 – 1500 Grad geschmolzen. Heraus kommt flüssiges, dunkelgelbes Glas. Es sieht ein bisschen aus wie Honig.

Foto: SCRIPT
Die heiße Glasmasse kann nun geformt werden. Man kann sie blasen, gießen oder pressen. So entstehen Flaschen, Gläser oder Fensterscheiben. Danach muss das Glas langsam abkühlen. Das ist sehr wichtig, damit es nicht kaputtgeht. Ausgekühltes Glas ist durchsichtig und hart.
In der Glasproduktion wird auch Altglas genutzt. Das schont Ressourcen. Außerdem braucht man dadurch weniger Hitze beim Schmelzen.

Foto: Shutterstock / Norman Krauss