Das Christentum
21. September 2026
Neue Serie: Die Weltreligionen
Bald im Piwitsch und online:
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- Der Islam
- Das Judentum
- An etwas glauben ohne Religion
Das Christentum ist die größte Religion der Welt. Rund 2,5 Milliarden Menschen sind Christen oder Christinnen, also fast jeder dritte Mensch. Sie leben auf allen Kontinenten. In Europa leben rund 537 Millionen von ihnen.
Woher kommt das Christentum?

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Das Christentum gibt es seit über 2.000 Jahren. Es entstand auf dem Gebiet, wo sich heute Israel und Palästina befinden. Dort lebte Jesus von Nazareth. Er wanderte von Ort zu Ort und erzählte den Menschen von Gott. Er sagte, Gott sei sein Vater, und forderte die Menschen zur Nächstenliebe auf. Viele Menschen schlossen sich Jesus an. Sie nannten ihn „den Gesalbten“ („christos“).
Jesus machte sich mit seinen Lehren nicht überall beliebt. Er wurde zum Tod verurteilt. Nach Jesus’ Tod am Kreuz trugen seine Anhänger seine Botschaften in viele Länder.
Woran glauben die Menschen?

Christen und Christinnen glauben an Gott, und zwar an:
- Gott als Vater und Schöpfer der Welt,
- Gott als Sohn, Jesus Christus,
- Gott als den Heiligen Geist, der die Menschen begleitet.
Gott ist im Christentum diese drei gleichzeitig, obwohl er nur ein Gott ist. Im Christentum nennt man das auch noch die „Dreifaltigkeit“ Gottes. Außerdem glauben Anhänger und Anhängerinnen an ein Leben nach dem Tod.
Christen und Christinnen treffen sich zum Beten in einer Kirche. Dort feiern sie die Messe und wichtige christliche Feste.
Gut zu wissen: Mit der Geburt von Jesus beginnt die Zeitrechnung, die du kennst. Jesus wurde also vor 2026 Jahren geboren. Wenn man sagt: „vor Christus“ und „nach Christus“, ist damit das Geburtsjahr von Jesus gemeint.
Im Gotteshaus hängt ein Kreuz, das wichtigste Symbol des Christentums. Es erinnert an den Tod von Jesus und steht für Hoffnung. Im Christentum glaubt man, dass Jesus nicht einfach
starb, sondern nach seinem Tod auferstanden ist.
Die Konfessionen

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Lange Zeit gehörten fast alle Christen und Christinnen zu einer Kirche. Sie war sehr mächtig. Der Mönch Martin Luther fand: Die Kirche ist nicht mehr christlich genug! Was ihm gar nicht passte: Die Kirche überredete die Menschen, Geld zu spenden, damit sie nach dem Tod schneller ins Paradies kämen. Pure Abzocke, fand Luther. Es entstanden einzelne christliche Glaubensgemeinschaften. Sie werden Konfessionen genannt. Es gibt mehrere. Die drei größten sind:
- die katholische Kirche
- die protestantische oder evangelische Kirche
- die christlich-orthodoxe Kirche

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Martin Luther schrieb auf, was er am Papst und der Kirche nicht gut fand. Es waren 95 Punkte auf der Liste, so genannte „Thesen“. Er nagelte die Liste am 31. Oktober 1517 an die Tür der Kirche von Wittenberg. Das ist eine Stadt in Deutschland. Luthers Kritik wurde schnell in ganz Europa bekannt.
Die Unterschiede zwischen den Konfessionen

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In der katholischen Kirche dürfen nur Männer Pfarrer werden. Die Pfarrer leben im Zölibat. Das heißt, dass sie Single bleiben müssen und keine Kinder haben dürfen. In der evangelischen Kirche dürfen auch Frauen Pfarrerin werden. Sie dürfen eine Familie gründen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist der Papst. Für die evangelische Kirche
spielt er keine Rolle.
Die Bibel
Das wichtigste Buch im Christentum ist die Bibel. Sie besteht aus zwei Teilen
- Das Alte Testament erzählt von Gott und Personen, die wichtig für die Verbreitung des Glaubens waren. Kennst du Noah und seine Arche mit den Tieren? Diese Geschichte
wurden schon vor der Geburt Jesu aufgeschrieben. - Das Neue Testament erzählt vom Leben Jesu und seinen Botschaften. Die wichtigste: Man soll alle Menschen lieben.
In der Bibel stehen auch wichtige Regeln für das Zusammenleben. Dazu gehören die Zehn Gebote, zum Beispiel: Du sollst nicht stehlen und du sollst nicht lügen.
Gut zu wissen
Kein Buch der Welt wurde in mehr Sprachen übersetzt als die Bibel.
Besondere Feste
Viele Feiertage in Luxemburg kommen aus dem christlichen Glauben:
Weihnachten: (25. Dezember) Geburt Jesu
Karfreitag: Tod Jesu am Kreuz
Ostern: Auferstehung Jesu Christi Himmelfahrt Jesus kehrt zu Gott in den Himmel zurück
Pfingsten: Feier des Heiligen Geistes