Supercomputer Gehirn – Erfahre mehr über die Schaltzentrale in deinem Kopf!

17. September 2025

Wusstest du, dass du im Kopf einen echten Supercomputer mit dir herumträgst? Er steuert alle
Funktionen deines Körpers. Das Gehirn ist deine private Kommandozentrale: Du kannst mit seiner Hilfe Hausaufgaben erledigen oder Sport treiben. Es verarbeitet deine Gefühle und Erinnerungen. Ohne das Gehirn hättest du weder Angst noch Freude. Es steuert die Funktionen deines Körpers, selbst wenn du schläfst: Atmung, Schlucken, Husten und vieles mehr.

Ohne das Gehirn könnte dein Körper keine Bewegung ausführen.
Foto: Shutterstock/Anton Vierietin

Die Kommandozentrale
Wenn du Staub in die Nase bekommst, leitet deine Nase ein Signal an dein Gehirn: Hier ist etwas, was hier nicht hingehört. Das Gehirn antwortet mit einem Befehl: Niesen! Und schon schleuderst du den Staub aus der Nase. Ein anderes Beispiel: Wenn du über die Straße gehen möchtest, schauen deine Augen auf die Ampel. Ist sie rot, geben deine Augen diese Information an das Gehirn weiter. Du bleibst stehen. Dazu gibt dein Gehirn einen Befehl an deine Beine. Das passiert rasend schnell und ohne dass du merkst, wie Augen, Gehirn und Beine miteinander „sprechen“. Aber was passiert da genau?

Über Neuronen gibt das Gehirn Befehle.
Foto: Shutterstock/OctShutter

Dein Gehirn besteht aus Milliarden Gehirnzellen. Das sind Nervenzellen, die man auch „Neuronen“ nennt. Jede Nervenzelle kann elektrische Signale weiterleiten. Das sind winzige Stromblitze. Damit diese Signale jede Stelle im Körper erreichen, ist das Gehirn mit allen Organen und Muskeln verbunden, und zwar über die Nerven. Einen Nerv kannst du dir wie ein dickes Kabel vorstellen, das aus vielen dünnen Leitungen besteht. Diese „Leitungen“ bestehen aus Nervenzellen, die zusammenarbeiten. Die Nerven ziehen sich durch den ganzen Körper – wie ein riesiges Kabelnetz. Über diese Leitungen aus Nervenzellen sendet das Gehirn blitzschnell seine Befehle an die Muskeln und Organe – und empfängt gleichzeitig Informationen zurück. Das geschieht in Sekundenschnelle. Wie gesagt: So schnell, dass du es gar nicht merkst.

Die Teile des Gehirns

Das Gehirn besteht aus zwei Hirnhälften: den Hemisphären. Lustigerweise steuert die linke Gehirnhälfte die rechte Körperhälfte und die rechte Gehirnhälfte die linke Körperhälfte. In jeder Hälfte gibt es verschiedene Teile mit besonderen Aufgaben:

  • Das Großhirn: Das ist der größte Teil des Gehirns. Damit kannst du denken, fühlen und handeln. Auch alle Informationen deiner Sinnesorgane werden hier verarbeitet: was du siehst, hörst, riechst, schmeckst und fühlst.
  • Das Kleinhirn: Hier wird das Gleichgewicht kontrolliert und deine Bewegungen werden gesteuert. Im Sportunterricht oder draußen beim Spielen ist das Kleinhirn also besonders akti
  • Der Hirnstamm: Dieser Teil steuert lebenswichtige Funktionen, und zwar ganz automatisch. Atmung und Herzschlag kontrolliert dein Hirn, ohne dass du etwas dafür tun musst. Er kümmert sich um deinen Blutdruck, deine Verdauung oder auch Reflexe wie das Niesen. Er ist dein Autopilot.
  • Das Zwischenhirn: Das Gehirn erhält Unmengen an Informationen. Nicht alle sind gleich wichtig. Das Zwischenhirn filtert die Reize und gibt nur die wichtigen weiter. Auch Erinnerungen werden sortiert und weitergeleitet, um sie abzuspeichern. Das Zwischenhirn wird aktiv, wenn du Hunger oder Durst hast. Wenn du müde bist, erhält dein Körper den Befehl zu schlafen.


Das Gehirn arbeitet rund um die Uhr für dich. Gleichzeitig ist es aber auch ein sehr empfindliches Organ. Durch den Schädelknochen wird es gut geschützt. Zusätzlich schwimmt das Gehirn in einer Flüssigkeit, dem Hirnwasser. So wird es vor kleinen Schlägen geschützt, zum Beispiel wenn du hüpfst.

Du lernst ein Leben lang!

Jedes Mal, wenn du etwas Neues lernst, verbindet dein Gehirn das neue Wissen mit dem, was du bereits weißt. Das funktioniert, weil die Nervenzellen ständig miteinander „sprechen“. Mit dem Alter kann diese Fähigkeit schwächer werden. Deshalb ist es wichtig, das Gehirn fit zu halten. Bewegung und Sport sorgen für eine gute Durchblutung. Gesundes Essen liefert Energie. Davon braucht das Gehirn sehr viel. Man kann das Gehirn aber auch gezielt trainieren: „Gehirnjogging“ hält das Organ aktiv. Also: Lernen hilft! Nützlich sind auch Knobelspiele und Gedächtnistraining.

Was macht das Gehirn nachts?

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Wenn du schläfst, arbeitet dein Gehirn weiter, nur anders als am Tag. Es sortiert alles, was du erlebt hast: Wichtiges wird gespeichert, Unwichtiges gelöscht. Genau wie dein Körper erholt sich auch dein Gehirn im Schlaf, damit es am nächsten Tag wieder fit ist.

Angeberwissen

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Über das Gehirn wurde schon viel geforscht. Dennoch kann die Wissenschaft noch immer nicht ganz erklären, wie dieses leistungsstarke Organ genau funktioniert.

Wenn das Gehirn krank wird

Wie alle Organe kann das Gehirn krank werden. Eine häufige Krankheit, vor allem bei älteren Menschen, ist Demenz. Die bekannteste Form davon heißt Alzheimer. Menschen, die an Alzheimer leiden, vergessen nach und nach viele Dinge: zuerst Kleinigkeiten, später auch wichtige Erinnerungen und Gewohnheiten. Sie erkennen dann oft nicht einmal ihre engsten Verwandten wieder und brauchen viel Hilfe, um normale Dinge zu tun: Aufstehen, Anziehen, Essen und so weiter. Dass sie das nicht mehr allein können, liegt daran, dass die Nervenzellen im Gehirn nach und nach kaputtgehen und sich nicht mehr erholen.

Die Nervenzellen arbeiten nicht mehr richtig.
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Am 21. September ist der Welt-Alzheimertag. Viele Menschen sind von dieser Krankheit betroffen. Auch für die Familien ist das nicht einfach. An diesem Tag geht es darum, über die Krankheit aufzuklären. Forscher und Forscherinnen zeigen, wie die Wissenschaft helfen kann. Ärzte und Ärztinnen erklären, wie wichtig es ist, das Gehirn fit zu halten. Kennst du vielleicht jemanden, der Alzheimer hat? Oder willst du einfach mehr über diese Krankheit wissen? Dann nimm an diesem Quiz teil: www.was-hat-oma.de. In Luxemburg gibt es eine Informations- und Beratungsstelle, die Menschen mit Demenz und ihren Familien hilft. Dort bekommen Angehörige Tipps und Unterstützung. Mehr Infos findest du unter www. demenz.lu.


Hol dir Informationen über Alzheimer in deine Klasse! In einem Workshop kann deine Klasse lernen, mit dieser Krankheit besser umzugehen.