Der Iran

11. März 2026

Steckbrief:

  • Offizieller Name des Landes: Islamische Republik Iran
  • Name des Landes bis 1935: Persien
  • Kontinent: Asien
  • Hauptstadt: Teheran
  • Währung: Iranischer Rial 
  • Fläche: 1.648.000 km2
  • Bevölkerung: ca. 90 Millionen
  • Nationalfeiertag: 1. April

Wo liegt der Iran?

Der Iran liegt im westlichen Asien: rund 5500 Kilometer von Luxemburg entfernt. Ein Flug dahin dauert zwischen 8 und 9 Stunden. Die Hauptstadt ist Teheran. Sie liegt im Norden des Landes. Im Norden und Osten leben die Hälfte der Menschen. 

Mit 1.648.000 km² ist der Iran ungefähr fünfmal größer als Deutschland und sogar über 600-mal größer als Luxemburg. Im Iran gibt es sehr unterschiedliche Landschaften: hohe Berge, aber auch Wüstenlandschaften. Zudem liegt das Land am Meer. Im Norden stößt es an das Kaspische Meer, im Süden an den Persischen Golf. In der Nähe der Küsten herrscht ein anderes Klima als im Inneren des Landes. Am Meer kann es auch mal regnen; im Inneren des Landes ist es sehr trocken. 

Die Staatsform

Bei einem Angriff wurde Ali Chamenei getötet. 
Foto: FotoField

Seit 1979 ist der Iran eine Islamische Republik. Der Islam ist die Staatsreligion. Die Religion ist im Iran sogar besonders wichtig: Ein religiöser Gelehrter ist das Staatsoberhaupt. Die Religion hat damit einen großen Einfluss im Iran: auf die Politik, die Medien und das Leben der Menschen. 

Die Gesetze des Landes müssen mit dem Islam übereinstimmen. Sie gelten aber für alle Menschen im Land, auch für diejenigen, die keine Muslime sind. 

Auch die Medien und die Richter müssen sich an die religiösen Vorschriften halten. Die religiösen Regeln stehen sogar über vielen staatlichen Gesetzen. Es gilt ein strenges islamisches Rechtssystem, mit harten Strafen für Menschen, die sich nicht an diese Regeln halten. Dazu gehören körperliche Strafen. In Europa sind die nicht erlaubt. Im Iran gibt es außerdem die Todesstrafe. Frauen haben in einigen Bereichen weniger Rechte als Männer.

Die Bevölkerung wählt zwar regelmäßig einen Präsidenten und ein Parlament. Diese dürfen jedoch nicht völlig frei entscheiden. Internationale Organisationen wie Amnesty International kritisieren immer wieder, dass im Iran die Menschenrechte nicht eingehalten werden.

Die Menschen im Iran

Im Iran leben viele Menschen: 93 Millionen. Die wichtigste Sprache heißt Farsi. Man nennt sie auch Persisch. Die Religion spielt im Alltag der Menschen eine wichtige Rolle. 

Frauen und Mädchen müssen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. Auch den Körper müssen sie bedecken. Nur Gesicht, Füße und Hände dürfen gezeigt werden. Diese Regel gilt auch für Besucherinnen aus anderen Ländern. Nicht alle Frauen sind mit diesen Regeln einverstanden. In den letzten Jahren kam es zu heftigen Protesten. Lies mehr im Artikel Menschenrechte im Iran und die Rechte der Frau.

Für Frauen gibt es eine strenge Kleiderordnung. 
Foto: Shutterstock / SHEE HENG CHONG

In vielen Bereichen des Alltags sind Männer und Frauen getrennt, zum Beispiel in manchen Schulen, beim Sport oder in der Moschee. Kinder müssen in die Schule gehen, so wie in Luxemburg auch. In ländlichen Regionen, also weiter weg von großen Städten, haben aber nicht alle die Möglichkeit dazu. Die Schulen sind dort manchmal zu weit entfernt von ihrem Zuhause. 

Viele Bodenschätze und bunte Basare

Der Iran ist reich an Bodenschätzen. Besonders wichtig sind Erdöl und Erdgas. Auch Kohle und Eisen werden gefördert und in viele Länder verkauft. Dadurch verdient der iranische Staat viel Geld. Die Bevölkerung kann aber nicht immer von diesem Reichtum profitieren.

Viele Menschen im Iran arbeiten in der Landwirtschaft. Sie bauen Weizen, Reis und Baumwolle an. Der Iran ist berühmt für seine Pistazien, Rosinen und den Safran. Kaum ein anderes Land auf der Welt verkauft so viel Safran und Rosinen.

In den Städten gibt es große Märkte, die man Basare nennt. Dort werden bunte Stoffe, Goldschmuck und duftende Gewürze verkauft. Eine Besonderheit sind auch die Perserteppiche. Sie werden von Hand geknüpft. Das Muster zeigt, wo genau der Teppich herkommt. 

Safran ist ein sehr wertvolles Gewürz.
Shutterstock / Mr.Razi

Gut zu wissen: 
Safran wird aus den winzigen Fäden einer Blume gewonnen. Die Blume ist lila und die Fäden rot. Wenn man mit Safran kocht, wird das Essen allerdings gelb.



Wenn es in der Küche duftet

Besonders wichtig in der iranischen Küche ist der Reis. Er wird mit Fleisch und Gemüse gegessen. Sogar beim Dessert wird Reis gegessen. 

Frische Kräuter dürfen dabei nicht fehlen. Sie werden oft mit Joghurt kombiniert. 

Auch Obst steht auf dem Speiseplan: Typisch sind Granatäpfel, Pflaumen, Aprikosen, Quitten, Rosinen und Datteln. Viele verschiedene Nüsse und Brotsorten kommen auf den Tisch. Recht bekannt ist das Fladenbrot. 

Im Iran ist Schwarztee das Nationalgetränk. Der Zucker kommt aber nicht in die Teetasse. Ein Stück wird zwischen die Zähne geklemmt und dann wird der Tee getrunken. 

Fußball – die beliebteste Sportart

Fußball ist auch im Iran ein beliebter Sport bei Kindern. Foto: Shutterstock / Schager

Fußball ist die beliebteste Sportart im Iran. Viele Kinder spielen in der Schule oder auf der Straße mit dem Ball. Auch bei den Erwachsenen ist der Sport beliebt. Es gibt Vereine und eine Nationalmannschaft für die Männer und die Frauen. Die Männer sind für die Fußballweltmeisterschaft diesen Sommer in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert. Durch den Konflikt zwischen dem Iran und den USA ist aber noch offen, ob die iranischen Fußballspieler überhaupt in die USA einreisen dürfen. 

Video

Mit sechs Jahren kam Elmira aus dem Iran nach Luxemburg.
Foto: SCRIPT
Elmira Najafi stammt aus dem Iran. Sie hat dem Piwitsch erzählt, wie sie den Iran sieht. 
🗂️
Dossier

Mehr zum Iran-Konflikt

Dieser Artikel ist Teil unseres Iran-Dossiers mit allen Hintergründen, Videos und Erklärungen.

Zum Dossier