Die Atombombe
11. März 2026Eine Waffe, die niemand einsetzen möchte
Atombomben (auch Atomwaffen oder Nuklearwaffen genannt) sind die Waffen, die am meisten Zerstörung anrichten können. Bei einer Explosion entstehen extreme Hitze und eine gewaltige Druckwelle. Ganze Städte können vernichtet werden. Wenn eine Atombombe in einer Stadt explodiert, sind zehntausende Menschen und Tiere sofort tot. Bei der Explosion entsteht aber auch radioaktive Strahlung. Radioaktive Strahlung ist sehr gefährlich und sie kann mehrere Jahre andauern. Man kann diese giftige Strahlung weder sehen noch fühlen, aber sie macht Menschen und Tiere sehr krank, und kann zum Tod führen.

kann man radioaktive Strahlung messen.
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Atombomben: Was macht sie so gefährlich?
- Hitze: Ein Feuerball, der heißer als die Sonne ist, verbrennt alles im Umkreis von Kilometern.
- Druckwelle: Eine gewaltige Druckwelle zerstört ganze Gebäude in der Umgegend.
- Radioaktivität: Die Strahlung ist giftig und macht Menschen, Tiere und Pflanzen krank. Sie betrifft ein großes Gebiet.
Heute besitzen neun Länder Atomwaffen: die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel. Man nennt diese Länder Atommächte. Länder mit Atomwaffen behaupten, dass sie diese Waffen zu ihrem Schutz benötigen. Man spricht von Abschreckung: Die Länder wollen so stark wirken, dass niemand sich traut, sie anzugreifen.
Tatsächlich wurden Atomwaffen seit ihrer Erfindung im Jahr 1945 „erst“ zweimal eingesetzt. Die USA warfen im August 1945 zwei Atombomben über Japan ab. Die Folgen waren verheerend: Die Städte Hiroshima und Nagasaki wurden fast komplett zerstört. Die Welt war sich einig, dass so etwas nie wieder passieren darf. Seit über 80 Jahren sind tatsächlich keine Atomwaffen mehr eingesetzt worden.

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Es wirkt verrückt: Obwohl neun Länder Atomwaffen besitzen, möchte eigentlich niemand sie mehr einsetzen. Immerhin gibt es Versuche, die Zahl der Atomwaffen zu reduzieren.
1968 schlosse 191 Staaten – das sind fast alle Länder der Erde – den Atomwaffensperrvertrag. In diesem Vertrag steht, dass die allermeisten Länder gar keine Atomwaffen besitzen dürfen. Auch der Iran hat diesen Vertrag unterzeichnet und darf demnach keine Atombombe besitzen.
Die iranische Regierung sagt immer wieder, dass sie keine Atombombe habe und auch nicht an einer Atombombe baue. Viele Länder glauben das nicht. Im Jahr 2015 hat der Iran ein Abkommen akzeptiert, dass ausländische Nuklear-Experten das Land von nun an kontrollieren dürfen.
Seit 2018 finden aber keine großen Kontrollen mehr im Iran statt, denn der amerikanische Präsident Trump ist wieder aus dem Abkommen ausgestiegen. So wächst natürlich die Sorge, dass der Iran heimlich eine Atombombe entwickelt.
Viele Menschen auf der Welt arbeiten weiter daran, dass Atomwaffen in Zukunft ganz verboten werden. Es wurden bereits mehrere Verträge unterschrieben. Ein Vertrag besagt, dass die Atommächte die Anzahl ihrer Atombomben verringern müssen, indem sie diese auseinanderbauen. Alle diese Bemühungen haben das gleiche Ziel: dass nie wieder eine Atombombe Schaden anrichten kann.
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