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Die Nase – Ein Superorgan mitten im Gesicht!

5. Januar 2026

Die Nase – ein echtes Multitalent!

Die menschliche Nase sieht vielleicht klein aus, ist aber ein echtes Multitalent! Sie hilft beim Riechen, Atmen, Schmecken und sogar beim Schutz vor Krankheiten. In diesem Artikel erfährst du, was die Nase alles kann und warum sie so wichtig für den Körper ist.

Liebe Lehrpersonen,

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So ist die Nase aufgebaut

Die Nase ist nicht einfach eine Öffnung für Luft im Gesicht. Sie macht auch etwas mit der Luft, die du einatmest. Hinter den Nasenlöchern befinden sich die Nasenhöhlen. Sie sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Diese Schleimhaut ist ständig ein bisschen feucht. Sie hilft, die eingeatmete Luft zu reinigen. In deiner Nase gibt es außerdem winzige Härchen, die helfen, deine Atemwege sauber und gesund zu halten. Die Luft in deiner Nase liefert Informatio-nen über deine Umgebung. Wenn du zum Beispiel an einer Blume riechst, werden Duftstoffe eingeatmet. Die Duftstoffe reizen die Riechzellen. Diese senden dann blitz-schnell Signale an dein Gehirn: „Das riecht nach Rose!“ Und vermutlich auch: „Das riecht aber gut!“

Im Spiegel siehst du nur den äußeren Teil deiner Nase.
Grafik: Shutterstock / Ksu Design

Mit der Nase sprechen?!

  • Die Nase hilft beim Sprechen! Weil sie hohl ist, kann sie die Stimme zum Klingen bringen. Sie bewirkt, dass sich die Stimme voller und wärmer anhört. Teste es selbst: Versuche zu reden, während du dir die Nase zuhältst! Du hörst sofort,
    wie anders deine Stimme klingt!

Die Nase als Atemweg

Ganz oben in der Nasenhöhle befinden sich die Riechzellen. Grafik: Shutterstock / Gritsalak Karalak

Die Nase ist der wichtigste Eingang für frische Luft. Bei der Atmung durch die Nase wird die Luft auf dem Weg zur Lunge erwärmt, befeuchtet und von Schmutz gereinigt. Winzige Härchen und der Schleim in der Nase fangen Staub, Pollen und sogar Bakterien ab. So schützt die Nase vor Krankheiten und sorgt dafür, dass möglichst saubere Luft in die Lunge gelangt.

Hunde können bis zu hunderttausend Mal besser riechen als Menschen.

Foto: Shutterstock / Ryan Brix / Ryan Brix

Die Nase kann riechen – und wie!

Über 10.000 verschiedene Gerüche kann der Mensch dank der Nase unterscheiden! Bei manchen Menschen sind es sogar noch mehr. Doch im Vergleich zu Hunden ist das wenig: Sie können bis zu hunderttausend Mal besser riechen als Menschen. Ob etwas angenehm oder eklig riecht, erkennt die Nase sofort. Außerdem können Gerüche die Erinnerungen wecken. Vielleicht erinnerst du dich beim Duft von Zimtkeksen an die Weihnachtszeit. Das liegt daran, dass das Riechzentrum im Gehirn ganz nah an dem Bereich liegt, der für Gefühle und Erinnerungen zuständig ist.

Was passiert bei Schnupfen?

Bei Erkältung Taschentuch griffbereit halten! Illustration: Colorfuel Studio

Wenn du erkältest bist, schwillt die Schleimhaut in der Nase an und bildet besonders viel Schleim. Nasenschleim sieht vielleicht nicht schön aus, ist aber total nützlich. Er hilft, Staub, Viren und Bakterien abzufangen, damit du nicht noch kränker wirst. Allerdings erschwert der Schleim die Atmung. Du kannst außerdem weniger gut riechen. Zum Glück ist das meist nach ein paar Tagen wieder vorbei, wenn die Erkältung abklingt.

Die Nase hilft beim Schmecken

Beim Essen gelangen winzige Duftstoffe aus dem Mund durch den Rachenraum in die Nase. Die Riechzellen dort erkennen diese Stoffe und senden Signale ans Gehirn. Erst dadurch schmecken viele Speisen richtig intensiv. Das merkst du, wenn deine Nase verstopft ist: Ohne Geruchssinn schmeckt alles fade und langweilig. Nase und Zunge arbeiten beim Schmecken also wie ein starkes Team zusammen!

Warum musst du niesen?

Niesen ist ein Schutzmechanismus. Die Nase versucht, Fremdkörper wie Staub oder Viren loszuwerden, mit einem kräftigen „Hatschi!“. Damit du anderen diese Fremdkörper nicht ins Gesicht schleuderst, ist es wichtig, dass du dir beim Niesen etwas vor den Mund hältst – aber nicht die Hand! Sonst verteilen sich Krankheitserreger leicht weiter. Am besten niest du in deine Armbeuge oder in ein Taschentuch. So bleiben deine Hände sauber und andere Menschen gesund.

Illustration: Shutterstock / solgas

Schutzfunktion der Nase


Ein Lebensmittel riecht komisch
oder schlecht? Lieber nicht essen!
Illustration: Shutterstock / Vectorb

Parfüm duftet, Abfall stinkt. Warum ist es überhaupt wichtig, den Unterschied zu riechen? Der Geruchssinn ist ein Warnsystem: Wenn du etwas riechst, was ungesund oder vielleicht sogar gefährlich sein könnte, verdorbenes Essen, Rauch oder Gas, warnt die Nase. Sie sendet dem Gehirn zum Beispiel das Signal: „Vorsicht, Feuer!“ So kannst du dich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auch im Alltag hilft der Geruchssinn: Das Essen hat das Haltbarkeitsdatum überschritten und riecht verdorben? In die Tonne damit! Deine Nase gibt dir also wertvolle Hinweise, was du lieber nicht mehr essen solltest. Außerdem schützt dich die Nase, indem sie Eindringlinge einfach hinausbefördert – durch Niesen! Gelangen Staub, Pollen oder Viren hinein, reagiert sie mit einem Niesreflex. Dabei entsteht ein kräftiger Luftstoß, wie ein kleiner Wirbelsturm, der die unerwünschten Eindringlinge nach draußen pustet.

Rekordmeisterin Nase

  • Die Nase wächst ein Leben lang ein kleines bisschen weiter – genau wie die Ohren!
  • Erwachsene Menschen atmen etwa 20.000 Mal am Tag durch ihre Nase!
  • Wenn du niest, schießt die Luft mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde heraus! Das ist deutlich schneller, als man auf der Autobahn fahren darf.