Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo

5. Januar 2026
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Die Olympischen Spiele sind mehr als nur ein Sportwettbewerb. Sie sind auch ein riesiges Fest. 2026 ist es wieder so weit: Die Olympischen Winterspiele finden in Italien, genauer gesagt in Mailand und Cortina d’Ampezzo, statt. Die besten Athletinnen und Athleten der Welt treten dort gegeneinander an.

Es gibt zwei Arten von Olympischen Spielen: die Sommerspiele und die Winterspiele. Bei den Sommerspielen stehen Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen oder Turnen im Mittelpunkt. Sie werden seit 1896 alle vier Jahre organisiert. Mehr als 10.000 Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt nehmen daran teil.

Die Winterspiele kamen später hinzu. Sie wurden 1924 in Chamonix, in den französischen Alpen, zum ersten Mal ausgetragen. Dort gab es Wettkämpfe auf Schnee und Eis: Skifahren, Eishockey und Eiskunstlauf.

Bis 1992 fanden die Sommer- und Winterspiele im selben Jahr statt. Seither wechseln sie sich ab: Alle zwei Jahre gibt es entweder Sommer- oder Winterspiele. So müssen Sportfans nicht so lange auf die nächste große Veranstaltung warten.

Die Winterspiele fanden bislang nur in Regionen statt, wo es Berge oder künstlich angelegte Eisflächen gibt. Deshalb wurden sie bisher nur in Europa, Nordamerika und Asien ausgerichtet, aber nicht in Afrika, Südamerika und Australien / Ozeanien.

Sportarten im Wandel

Die Sportarten bei den Winterspielen haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. Beim Eiskunstlauf zum Beispiel liefen die ersten Olympioniken noch auf zugefrorenen Seen, während Schnee vom Himmel fiel und Wind ihre Bewegungen erschwerte. Heute treten die Athletinnen und Athleten in hell erleuchteten Eishallen auf, wo das Eis spiegelglatt und die Bedingungen für alle gleich sind. Das macht ihre Sprünge sicherer und erlaubt spektakuläre Figuren, die früher undenkbar gewesen wären.

Foto: Spektakuläre Figuren sind in einer Halle sicherer. Bildquelle: Shutterstock/Leonard ZHUKOVSKY

Auch das Bobfahren begann anders, als du es heute kennst. Anfangs sausten die Fahrer auf Naturbahnen ins Tal, die oft nur in den Schnee gegraben waren. Jede Kurve war unberechenbar. Eine solche Naturbahn gibt es noch in St. Moritz in der Schweiz. Dort finden auch immer noch internationale Wettkämpfe statt. Sonst gibt es heute fast überall Kunsteisbahnen, die exakt präpariert werden. Das macht die Rennen fairer und sicherer – auch wenn sie noch immer rasant und gefährlich sind.

Luxemburger Medaillen bei Olympia

Bei den Winterspielen sorgte Marc Girardelli für Furore. Er war einer der besten Skifahrer seiner Zeit. Er wurde in Österreich geboren und startete anfangs auch für sein Heimatland. Dann bekam er allerdings Streit mit dem österreichischen Skiverband, nahm die luxemburgische Nationalität an und startete seitdem für Luxemburg. Er gewann 1992 in Albertville zwei Silbermedaillen, eine im Riesenslalom und eine im Super-G. Damit setzte er Luxemburg auf die Landkarte des Wintersports.

Später folgten neue Gesichter. Fleur Maxwell bezauberte 2006 in Turin als Eiskunstläuferin mit ihren eleganten Darbietungen. Matthieu Osch, ein alpiner Skifahrer, vertrat Luxemburg bei den Spielen 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking. Ebenfalls 2022 war mit Gwyneth ten Raa eine junge Skifahrerin für Luxemburg am Start. Auch wenn sie keine Medaillen gewannen: Allein die Teilnahme an Olympischen Spielen ist ein großer Erfolg, denn die Qualifikation für Olympia ist hart umkämpft. Es dürfen schließlich nur die Besten der Welt mitmachen!

Eine Goldmedaille für Luxemburg

Eine Goldmedaille für Luxemburg gab es bei den Winterspielen noch nie. Überhaupt hat nur ein Athlet es bis jetzt geschafft, eine Olympische Goldmedaille zu erhalten: Josy Barthel bei seinem legendären 1500-Meter-Lauf 1952 in Helsinki.

Die Zukunft der Winterspiele

So schön die Spiele sind, sie stehen auch vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel bedroht die Zukunft der Winterspiele mehr als alles andere. Regionen, in denen zur Zeit der Spiele garantiert Schnee liegt, werden immer seltener. Die Winter werden kürzer und wärmer. Schon heute müssen viele Austragungsorte künstlich nachhelfen, indem sie Schneekanonen einsetzen. Doch das ist teuer und belastet die Umwelt. Millionen Liter Wasser werden verbraucht, dazu jede Menge Energie.


2022 in Peking wurde das besonders deutlich. Fast alle Pisten waren künstlich beschneit. Für viele Zuschauer und Zuschauerinnen wirkte es seltsam, mitten in einer grünen Landschaft weiße Streifen aus Schnee zu sehen. Auch 2026 in Italien wird man nicht ohne Schneekanonen auskommen.

Foto: Die Skipiste für Beijing 2022: ein weißer Streifen in der Natur. Bildquelle: Shutterstock/ZCOOL HelloRF

Wie die Spiele im Jahr 2040 aussehen werden, weiß niemand. Sicher ist nur: Damit Olympia im Winter stattfinden kann, müssen neue Lösungen gefunden werden, Lösungen, die den Sport bewahren, aber gleichzeitig die Natur schützen.


Wofür stehen die fünf Ringe?

Impf-Fiole gegen das H5N1 Virus
Dieses Symbol kennt jeder: die olympischen Ringe. Bildquelle: Shutterstock/lazyllama

Die olympischen Ringe stehen für Freundschaft und Zusammenhalt auf der ganzen Welt. Es gibt fünf Ringe in den Farben Blau, Gelb, Schwarz, Grün und Rot. Sie stehen für die fünf Kontinente. Dieses Symbol der Olympischen Spiele wurde 1913 von Pierre Coubertin entworfen, dem Gründer der Olympischen Spiele. Es gibt nur fünf Ringe, weil der sechste Kontinent, die Antarktis, keine eigenen Länder und keine Sportlerinnen und Sportler hat. Die Ringe sind miteinander verbunden. Das zeigt, dass Menschen aus allen Ländern beim Sport friedlich zusammenkommen.

Die Flagge jeden Landes auf der Welt enthält mindestens eine der Farben der olympischen Ringe.