Eine neue Ära auf Luxemburgs Euromünzen

8. Juli 2026

Am 7. Juli 2026, wurden die neuen Euromünzen vorgestellt. In den Umlauf kommen sie ab dem 13. Juli. Auf ihnen siehst du Großherzog Guillaume. Er ist seit Oktober 2025 das Staatsoberhaupt von Luxemburg. Das ist ein besonderer Moment. Die Münzen werden noch lange daran erinnern. 

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Ein neues Gesicht auf den Münzen

Euromünzen haben zwei Seiten. Eine Seite sieht in allen Ländern der Eurozone gleich aus. Die andere Seite darf jedes Land selbst gestalten. Diese Seite heißt nationale Seite.

Münzen bleiben lange im Umlauf. Sie erzählen später auch etwas über die Geschichte eines Landes. Auf Luxemburger Euromünzen war bisher Großherzog Henri zu sehen. Das war seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 so. Jetzt kommen in den Portemonnaies nach und nach Münzen mit Großherzog Guillaume hinzu. Sie tragen die Jahreszahl 2026. Der Thronwechsel war schon letztes Jahr, also 2025. Die neue Münzserie kommt erst jetzt heraus, weil sie nicht rechtzeitig für den Thronwechsel fertig wurde. Ab dem 13. Juli werden die neuen Münzen in den Umlauf gebracht.

Fotos: bcl

Drei Designs für acht Münzen

Die acht Münzen sehen nicht alle gleich aus. Es gibt drei Gruppen. Die kleinen Münzen zu 1, 2 und 5 Cent zeigen einen Teil des Porträts von Großherzog Guillaume. Daneben steht „LËTZEBUERG“. Außerdem sieht man eine vereinfachte Version der Luxemburger Flagge.

Auch die Münzen zu 10, 20 und 50 Cent zeigen die Flagge in vereinfachter Form. Auf diesen Münzen ist das Porträt größer zu sehen. Die 1- und 2-Euro-Münzen zeigen zusätzlich den Luxemburger Löwen, das Wappentier des Hauses Luxemburg, zu dem der Großherzog gehört. Der Löwe steht neben dem Porträt und dem Schriftzug „LËTZEBUERG“.

Auf allen Münzen findest du die zwölf Sterne der Europäischen Union und die Jahreszahl 2026. Wenn du genau hinschaust, kannst du unter dem Hemdkragen des Großherzogs die Buchstaben „CP“ entdecken. Das sind die Initialen von Chiara Principe. Sie hat die Umlaufmünzen gestaltet.

Die alten Münzen bleiben gültig

Die Münzen mit Großherzog Henri bleiben gültig. Eine 2-Euro-Münze mit Großherzog Henri ist genauso viel wert wie eine 2-Euro-Münze mit Großherzog Guillaume. Beide kannst du in Luxemburg und in den anderen Ländern der Eurozone ausgeben.

Die „Henri-Münzen“ bleiben gültig. Foto: Shutterstock / Markus Mainka

Die neuen Münzen ersetzen die alten Münzen nicht auf einen Schlag. Sie kommen Schritt für Schritt in den Umlauf. Es kann also eine Weile dauern, bis du eine der neuen Münzen im Portemonnaie entdeckst.

Warum schaut Großherzog Guillaume nach links? 

Auf den neuen Münzen blickt Großherzog Guillaume nach links. Das ist kein Zufall. Auf den Euro-Münzen seines Vaters Henri blickt das Gesicht nach rechts. Bei einem Wechsel des Staatsoberhaupts ändert sich die Blickrichtung auf Münzen oft. So lassen sich die Münzen leichter unterscheiden.

Wer hat die Münzen gestaltet?

Die Entwürfe für die Münzen im Alltag stammen von der italienischen Münzdesignerin Chiara Principe. Sie gewann einen Wettbewerb. 

Chiara Principe bei der Arbeit:

Die Banque centrale du Luxembourg, kurz BCL, leitete die Vorarbeiten. Die BCL arbeitete mit dem großherzoglichen Hof, dem Staatsministerium und dem Finanzministerium zusammen. Das endgültige Design wählte Guillaume aus, als er noch Erbgroßherzog war. Danach genehmigten der Premierminister und der Finanzminister die neuen Münzseiten.

Von der Zeichnung zur Münze

Eine Münze zu gestalten klingt einfach. Doch die Arbeit verlangt viel Genauigkeit. Ein Porträt liegt zuerst oft als Foto vor. Auf der Münze muss daraus ein kleines Bild mit Erhebungen werden. Du spürst es, wenn du mit dem Finger über die Münze reibst. Fachleute nennen dieses erhöhte Bild ein Relief.

Bei den neuen Münzen gab es mehrere Schritte. Zuerst entstanden Zeichnungen. Danach wurden die Entwürfe am Computer bearbeitet. Später folgten Modelle aus Gips. Solche Modelle sind größer als die fertige Münze. So können feine Linien besser ausgearbeitet werden. Der ganze Prozess dauerte ungefähr zwei Monate.

Danach wurde das Modell digitalisiert und verkleinert. Mit moderner Technik entstanden daraus die Prägestempel. Diese Stempel drückten das Bild später in das Metall. Das Relief ist auf einer Münze sehr flach. Trotzdem soll das Gesicht gut erkennbar bleiben.

Luxemburg hat keine eigene Münzprägeanstalt. Eine Prägeanstalt ist eine Art Fabrik für Münzen. Die luxemburgischen Münzen entstehen in einer Prägeanstalt der Monnaie de Paris in der Stadt Bordeaux.

Nicht nur Geld 

Münzen sind Zahlungsmittel. Du kannst mit ihnen etwas kaufen. Sie sind aber auch historische Dokumente, denn sie sagen etwas über die Geschichte eines Landes aus. Später können Menschen an den Münzen erkennen, wer zu einer bestimmten Zeit Staatsoberhaupt war.