Elizabeth aus Mertert fragt: Wie entsteht Nebel?

27. Mai 2026

Nebel ist eine Wolke am Boden. Er besteht aus winzigen Wassertropfen in der Luft. Diese Tropfen lenken das Licht in viele Richtungen. Deshalb kann man bei Nebel nur schlecht sehen. Von Nebel spricht man, wenn die Sichtweite weniger als 300 Meter beträgt. Das ist so viel wie drei Fußballfelder hintereinander.

Nebel entsteht, weil die Temperatur ändert. Tagsüber erwärmt die Sonne den Boden, Seen und Flüsse. Dabei verdunstet Wasser. Dieses Wasser steigt als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft. Warme Luft kann viel Wasserdampf aufnehmen. Die Sicht ist nicht eingeschränkt.

Wenn du lüftest, verschwindet der „Nebel“ im Badezimmer.
Foto: Shutterstock / Yanya

In der Nacht kühlt die Luft jedoch ab. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf speichern. Deshalb verwandelt sich der Wasserdampf wieder in kleine Wassertropfen. Diesen Vorgang nennt man Kondensation. Wenn viele dieser winzigen Tropfen nahe am Boden entstehen, siehst du Nebel. Würden die Tropfen in die Luft steigen, würden Wolken entstehen. Aber weil die Luft am Boden kalt und schwer ist, und sich kaum bewegt, bleiben die Tröpfchen unten – als Nebel.

Du kennst das von zu Hause: Beim Duschen beschlägt der Spiegel. Das passiert, weil warmer Wasserdampf auf kältere Luft trifft und sich wieder in Tröpfchen verwandelt.

Warum gibt es im Winter besonders viel Nebel?

Im Winter bleibt es oft auch am Tag kalt. Die Sonne ist schwächer. Sie kann die Luft nicht so gut erwärmen. Deshalb lösen sich die Wassertröpfchen nicht wieder auf, und der Nebel bleibt länger bestehen.

Außerdem gibt es im Winter häufig windstille Tage. Dann wird die Luft nicht gut durchmischt, und der Nebel kann sich besonders leicht bilden und halten.