De la glace sur les rails

23 février 2026

Auf den Straßen wird im Winter Salz gestreut, damit Autos nicht rutschen. Auf den Bahngleisen geht das nicht. Salz würde das Metall der Schienen rosten lassen und kaputtmachen.

Ein Zug rollt mit Stahl auf Stahl: Die Räder sind aus Metall und die Schienen auch. Dadurch rutscht ein Zug viel leichter als ein Auto mit Gummireifen. Der Teil des Rads, der die Schiene berührt, ist winzig klein: ungefähr so groß wie ein Daumennagel. Das macht, dass Züge schnell über die Schienen rollen können, obwohl sie so schwer sind. Der Nachteil ist, dass sie nicht schnell bremsen können. Beim Auto ist die Kontaktfläche zwischen Reifen und Straße viel größer, ungefähr so groß wie eine Postkarte. Das Gummi der Reifen ist außerdem weicher als die Metallräder der Züge. Das Resultat: Autos haben auf der Straße mehr Halt, rollen aber von alleine nicht lange weiter, wenn der Motor aus ist. Sie können auch schneller bremsen.

Im Herbst und Winter wird der Bremsweg für Züge noch länger. Blätter oder Nieselregen fallen auf die Schienen. Es entsteht ein rutschiger Film. Der Zug braucht länger zum Bremsen, weil die Räder eher blockieren. Der Lokführer muss also früher beginnen zu bremsen, um den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Beim Anfahren darf er nicht zu stark Gas geben, sonst drehen die Räder durch.

Um besser bremsen und fahren zu können, können Lokführerinnen und Lokführer Sand vor die Räder streuen. Der Sand macht die Schienen etwas rauer. Aber nicht überall darf Sand benutzt werden. Beim Überfahren von Weichen darf zum Beispiel nicht gesandet werden, weil sich dort bewegliche Teile befinden. Sand könnte sie behindern.

Beheizte Weiche im Winter (Illustration: Shutterstock – Michael Derrer Fuchs)

Im Winter können Weichen zufrieren. Dann kann man sie nicht mehr bewegen. Das ist schlecht, wenn der Zug das Gleis wechseln muss. Damit auch im Winter alles klappt, werden in Luxemburg die Weichen beheizt. Früher mussten Bahnarbeiter die Weichen mit Stahlbürsten von Hand freikratzen.

Der Pantograph versorgt den Zug mit Strom. (Foto: Shutterstock – MMXeon)

Ein besonderes Problem im Winter ist der Pantograph. Das ist der Stromabnehmer auf dem Dach des Zuges, der die Oberleitung berührt. Bei Eisregen kann sich Eis daran festsetzen. Wenn der Pantograph zu schwer wird, drückt er nicht mehr richtig gegen die Leitung, und der Zug bekommt keinen Strom mehr. Dann muss er stehen bleiben, bis das Eis entfernt ist.

Es gibt besondere Lampen, die sehr hell leuchten und ein bisschen wie Tageslicht wirken sollen. Sie können helfen, wenn das Wetter zum Beispiel zu schlecht ist, um vor die Tür zu gehen. Trotzdem bleibt echtes Licht draußen unschlagbar.

Ganz wichtig! Lauf niemals einfach über die Gleise! Ein Zug kann wegen der geringen Reibung nicht schnell anhalten. Auch wenn es für dich aussieht, als wäre der Zug weit weg, reicht der Bremsweg oft nicht aus, damit der Zug vor einem Hindernis rechtzeitig zum Stehen kommt.