Frische Luft und nahrhafte Nüsse

1. Oktober 2025

Von Ende September bis Ende Dezember verändert sich vieles in der Natur. Früchte werden reif, letzte Ernten werden eingebracht und die Natur stellt sich auf den kalten Winter ein.

Im Herbst nehmen die Blätter der Bäume andere Farben an und fallen schließlich herab. Auch die Früchte der Bäume fallen im Herbst zu Boden, zum Beispiel Bucheckern, Eicheln, und Kastanien.

herbstlich gefärbte Bäume
Die Färbung der Blätter kündigt den Herbst an. Foto: SCRIPT

Wenn du das nächste Mal im Wald bist, kannst du die Augen nach Bucheckern und Eicheln offenhalten.

Eichhörnchen, Wildschweine und andere Waldtiere fressen diese Nüsse. Lass ihnen also immer genug Bucheckern und Eicheln übrig!

Nahaufnahme Bucheckern
Außen kleine Häkchen, innen samtig: Bucheckern erkennt man leicht. Foto: SCRIPT

Die Bucheckern

Bucheckern erkennst du an ihrer Form und der Außenseite der Schale: 

Bucheckern mit Blättern der Buche
Bucheckern sind die Früchte der Buche. Foto: Shutterstock – Manfred Ruckszio

Bucheckern solltest du nicht roh essen, da sie Giftstoffe enthalten. Du kannst die braunen Samen aber mit kochendem Wasser überbrühen und dann die Schale einfach ablösen. Warte damit, bis das heiße Wasser abgekühlt ist! Du kannst die Bucheckern auch im Backofen rösten. Danach sind sie nicht mehr giftig. Die geschälten Samen kannst du mit etwas Fett in der Pfanne rösten. Sie schmecken gut im Salat, überzogen mit Schokolade oder einfach pur als Snack.

Die Eicheln

Eicheln am Baum
Eicheln am Baum. Foto: SCRIPT

Eicheln sind die Früchte der Eichen. Es gibt weltweit 600 Arten. In Luxemburg wachsen etwa dreißig davon. Alle Früchte der Eiche sind genießbar, aber wie bei den Bucheckern gilt: Niemals roh essen!

Eicheln mit Blättern der Eiche
Eicheln sind essbar, wenn man sie kocht oder röstet. Foto: Shutterstock-Leka Sergeeva

So werden Eicheln essbar:

Zuerst kommen alle gesammelten Eicheln in eine große Schüssel mit Wasser. Alle Nüsse, die an der Oberfläche schwimmen, fischst du heraus und wirfst sie weg, denn sie werden von Maden bewohnt.

Die restlichen Eicheln nimmst du aus dem Wasser und legst sie auf ein Backblech.

Im Backofen werden sie 20 Minuten bei 150 Grad geröstet.

Wenn die Nüsse abgekühlt sind, kannst du sie schälen oder mit dem Nussknacker öffnen.

Jetzt kommen sie in einen Stoffbeutel und werden vier Tage lang in Wasser getaucht. Das entzieht ihnen die Gerbstoffe.

Das Wasser solltest du täglich erneuern. Wenn das Wasser klar bleibt, weißt du: Die Eicheln sind frei von Gerbstoffen.

Jetzt können die Nüsse geviertelt und im Backofen bei 100 Grad getrocknet werden.

Danach kannst du sie wie andere Nüsse pur essen oder als Zutat beim Backen verwenden. Du kannst die trockenen Früchte auch zu Mehl mahlen. Damit kannst du leckeres Brot backen.

Walnuss, Haselnuss und Maronen

Andere Nüsse, die du an Bäumen, Sträuchern oder Hecken ernten kannst, sind Walnüsse, Haselnüsse und Esskastanien.

Walnussernte
Reife Walnüsse fallen aus ihren Kapseln zu Boden. Foto: Shutterstock – shine.graphics
Haselnüsse am Baum
Haselnüsse wachsen an Bäumen oder Sträuchern.Foto: Shutterstock – Andrii Iemelianenko

Haselnüsse kannst du von Ende September bis Anfang Oktober ernten.

Achte darauf, dass die Nüsse vollständig braun gefärbt sind und die Schale nicht beschädigt ist. Haselnüsse sind getrocknet bis zu zwölf Monate haltbar. Knacke vorsichtig die Schale. Breite dann die Nüsse auf einem Teller aus und stelle sie an einen warmen, trockenen Platz.

Ein Tipp: alle zwei bis drei Tage einmal wenden, damit die Haselnüsse gleichmäßig trocknen!

Haselnüsse kannst du pur geniessen oder in Kuchen verarbeiten.

Esskastanien Maronen
Achtung, das piekst! Esskastanien erkennst du an der stacheligen Schale. Foto: Shutterstock – Nataly Studio

Eine weitere Supernuss ist die Esskastanie:

Du erkennst sie an der stacheligen Schale.

Rosskastanien
Rosskastanien sind nicht zum Essen geeignet. Foto: Shutterstock – Valentyn Volkov

Esskastanien oder Maronen schmecken auch roh. Meistens werden sie auf Märkten aber geröstet angeboten.

Geröstete Maronen
Geröstete Maronen duften lecker und sind nahrhaft. Foto: Shutterstock-Robson90

Esskastanien wachsen auch in Luxemburg. Solltest du draußen keine finden, gibt es sie auch im Supermarkt.


Eichhörnchen mit Nuss in den Pfoten
Auch Eichhörnchen essen gerne Nüsse. Foto: Shutterstock – Piotr Krzeslak
Eichelmännchen kannst du zum Beispiel so anmalen. Foto: Shutterstock – Elena Chevalier
Rosskastanienbaum
Rosskastanienbäume gibt es viele in Luxemburg. Foto: SCRIPT
Die Schalen der Rosskastanie sind glatter als die der Esskastanien. Foto: SCRIPT