LuxFilmFest: Kinostadt Luxemburg
4. März 2026Vom 5. Bis zum 15. März wird Luxemburg-Stadt zum Treffpunkt für Filmfans. Dann findet das „Luxembourg City Film Festival“, kurz „LuxFilmFest“, statt. Dieses Jahr findet das Filmfestival bereits zum 16. Mal statt.

Du kannst dir das Festival wie eine riesige Film-Woche vorstellen. Viele Kulturorte der Hauptstadt machen mit, allen voran natürlich die Kinos. Du kannst Filme im Ciné Utopia und im Kinepolis Kirchberg sehen. Du kannst auch ins Cercle Cité gehen. Die Cinémathèque wird zurzeit renoviert. Deswegen werden die Festivalfilme im Kapuzinertheater gezeigt, also gleich nebenan.
Was ist ein Filmfestival?
Ein Filmfestival zeigt kein normales Kinoprogramm, sondern ganz viele neue Filme in kurzer Zeit. Dieses Jahr sind es ganze 188 Filme, die bisher noch nicht in Luxemburg in den Kinos waren. Das Festival zeigt auch Filme, die sonst selten im Kino laufen. Besonders ist, dass man Menschen treffen kann, die die Filme gemacht haben. Nach manchen Vorführungen sprechen Filmemacherinnen und Filmemacher mit dem Publikum. Manchmal gibt es auch so genannte und sehr beliebte „Masterclasses“: In diesen Treffen erklären Filmprofis, wie sie arbeiten.

Warum braucht ein Land ein Filmfestival?
Während eines Filmfestivals siehst du auf der Leinwand, wie Menschen in anderen Ländern leben und denken. Du erkennst auch besser, wie Filme Gefühle erzeugen. Du kannst lernen, wie Musik, Schnitt und Kamera eine Geschichte verändern.
Ein Festival hilft auch dem Land selbst. Luxemburg zeigt damit, dass Kultur wichtig ist. Das Festival macht damit Luxemburg international sichtbarer. Es bringt auch neue Gäste in die Stadt. Es bringt Menschen zusammen, die Filme machen oder Filme lieben. So entsteht ein Ort, an dem man über Filme spricht und voneinander lernt.

Was erwartet dich bei der 16. Ausgabe?
Bei diesem LuxFilmFest werden in einer Woche stolze 188 Filme gezeigt. Manche Filme erzählen erfundene Geschichten. Manche Filme zeigen echte Menschen und echte Ereignisse. Das sind dann Dokumentarfilme. Viele Filme handeln von Gefühlen und von Entscheidungen.
Das Festival hat 2026 ein Motto, das zu vielen Filmen passt. Im Programm tauchen nämlich immer wieder die Farbe Rosa und die Rose auf. Das sieht man schon auf dem Plakat. Das ist nicht nur hübsch. Das Festival verbindet Rosa mit Spannung, weil in vielen Geschichten Hoffnung und Schmerz gleichzeitig vorkommen.
Viele Menschen interessieren sich beim Festival besonders für den Wettbewerb. Für den offiziellen Wettbewerb wurden aus sehr vielen eingereichten Filmen neun ausgewählt. Diese neun Filme können am Ende den großen Preis gewinnen.
Sieht genau hin: die Jury

Bei einem Festival gibt es oft einen Wettbewerb. Eine Jury schaut sich dann ausgewählte Filme an und diskutiert darüber. Zum Schluss vergibt sie Preise. So bekommen besondere Filme mehr Aufmerksamkeit. Ein Preis kann dafür sorgen, dass ein Film bekannter wird und später in mehr Kinos gezeigt wird.
Auch beim LuxFilmFest gibt es eine Jury. Die Jury besteht vor allem aus Menschen, die mit dem Filmemachen zu tun haben, zum Beispiel Schauspielerinnen und Schauspieler, aber auch Regisseurinnen und Regisseure. Dieses Jahr ist auch der britische Musiker Pete Doherty dabei. Du siehst: Die Jury soll vielfältig sein. So treffen unterschiedliche Meinungen aufeinander.
„Jeune Public“: ein eigenes Festival im Festival für dich!
Beim LuxFilmFest gibt es ein eigenes Programm für junge Menschen. Dieses Programm heißt „Jeune Public“. Es richtet sich an Familien, an Kinder und an Jugendliche.


Für sehr junge Zuschauer und Zuschauerinnen gibt es „Mon premier cinéma“, also „Mein erstes Kino“. Dort entdecken Kinder ab drei Jahren kurze Filme. Viele dieser Filme kommen mit wenig oder gar keiner Sprache aus. Die Geschichten funktionieren vor allem über Bilder, Bewegung und Musik. Der Ton ist leiser. Die Filme sind auch viel kürzer als „normale“ Kinofilme. Manchmal gibt es Vorstellungen auf Luxemburgisch.
Das Festival arbeitet mit Altersangaben wie „EA“ – das heißt „enfants admis“, also „Kinder erlaubt“, „6+“ oder „12+“. Das Team gibt oft auch eine pädagogische Empfehlung. Diese Empfehlung sagt, ab welchem Alter ein Film besonders gut verstanden werden kann.
Für Schulklassen: „séances scolaires“
Für Schulklassen organisiert das Festival besondere Vorführungen. Diese Vorführungen heißen „séances scolaires“. Klassen können außerdem Workshops besuchen. Lehrerinnen und Lehrer bekommen Hilfe, damit sie wissen, wie sie im Unterricht mit der Klasse über den Film sprechen können.

Besonders spannend ist, dass Kinder und Jugendliche selbst Jurymitglieder werden können. Es gibt eine „jury enfants“ für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren. Diese Kinder schauen mehrere ausgewählte Filme. Sie diskutieren untereinander, welcher Film ihnen am besten gefallen hat, und sie vergeben am Ende einen eigenen Preis.
Es gibt auch eine „jury scolaire“ für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. Diese Schuljury schaut ebenfalls mehrere Filme. Die Jugendlichen beraten sich. Sie entscheiden gemeinsam, welcher Film ihren Preis gewinnen soll.
Gut zu wissen:
Das Festival hatte früher andere Namen. Am Anfang hieß es „DirActors“. Später hieß es „DirActors Cut“. Zwischenzeitlich trug das Festival den Namen „Discovery Zone“. Heute heißt es „Luxembourg City Film Festival“. Viele sagen einfach „LuxFilmFest“.
„Immersive Pavilion“: Kino, das dich umgibt
Beim LuxFilmFest geht es nicht nur um Filme auf einer Leinwand. Es gibt auch den „Immersive Pavilion“. Dort kannst du Werke mit neuer Technik erleben. Du setzt zum Beispiel eine VR-Brille auf. Du stehst dann nicht mehr nur vor einem Film. Du fühlst dich, als wärst du selbst mitten in einer Geschichte!

Der Immersive Pavilion findet an mehreren Orten in Luxemburg-Stadt statt. Er verteilt sich auf drei bekannte Häuser. Du kannst ihn im Kulturzentrum Neimënster im Stadtteil Grund besuchen. Du kannst ihn auch im Mudam auf dem Kirchberg erleben. Ein Teil des Programms läuft außerdem in der Villa Louvigny in der Stadt.
Filmfabrik Luxemburg
Luxemburg ist in den letzten Jahrzehnten für Filmschaffende immer interessanter geworden. Ein wichtiger Grund ist die Filmförderung. In Luxemburg gibt es Programme, die Filmprojekte finanziell unterstützen. Dadurch können in Luxemburg mehr Filme entstehen. Auch Koproduktionen, also gemeinsame Filme mit anderen Ländern, entstehen leichter.

Ein zweiter Grund ist die Infrastruktur. In Luxemburg gibt es Orte, an denen Filmteams arbeiten können. Es gibt Studios und Werkstätten. Es gibt Technik für Drehs und für die Nachbearbeitung. Wenn vieles an einem Ort möglich ist, sparen Teams Zeit. Das macht einen Standort attraktiv.
Ein dritter Grund ist die internationale Zusammenarbeit. Luxemburg liegt mitten in Europa. Viele Menschen sprechen mehrere Sprachen. Teams können deshalb oft leicht mit Partnern aus Frankreich, Belgien, Deutschland oder anderen Ländern zusammenarbeiten. Außerdem sind die Wege in Luxemburg kurz. Das kann bei Drehs praktisch sein.
Große Filmfestivals auf der Welt

Einige Filmfestivals kennt jeder Fan von Filmen. Sehr bekannt ist das Festival von Cannes in Frankreich. Dort wird die „Palme d’Or“ vergeben. In Berlin findet die Berlinale statt. Der wichtigste Preis der Berlinale heißt „Goldener Bär“. In Venedig wird der „Goldene Löwe“ vergeben. In den USA ist das Sundance-Festival berühmt, weil dort viele Filme laufen, hinter denen keine riesige Produktionsfirma steht. Für Animationsfilme ist Annecy in Frankreich ein wichtiger Ort.
