Warum sehe ich Farben, wenn ich die Augen fest zusammenkneife?
13. April 2026Eine Frage von Gilles Blanchart aus Luxemburg:
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Erfindet mein Gehirn Bilder, wenn ich die Augen schließe?
Wenn du die Augen ganz fest zusammenkneifst, hältst du nicht nur das Licht ab. Du übst auch etwas Druck auf deine Augen aus. Dein Auge kann dann ganz von selbst Bilder erzeugen, auch wenn fast kein Licht da ist. Im Inneren des Auges befindet sich die Netzhaut. Die Netzhaut nimmt das Licht auf und sendet Signale an das Gehirn. Dein Gehirn wandelt diese Signale in Bilder um.
Selbst bei geschlossenen Augen kann noch etwas Licht durchdringen. Die Haut der Augenlider lässt einen schwachen Schimmer durch, und diese Haut ist oft etwas gerötet, weil darunter Blutgefäße liegen. Deshalb kannst du Farben sehen. Die Falten der Augenlider und die Wimpern können das Licht zudem in feine Streifen zerlegen. Dein Gehirn nimmt dann Streifen, Flecken oder Kreise wahr.
Die kleinen Lichter, die das Auge erzeugt
Wenn du fest zudrückst, kann der Druck die Netzhaut auch „überraschen“. Sie sendet dann Signale aus, als hätte sie Licht empfangen. Dein Gehirn erzeugt leuchtende Formen. Wissenschaftler nennen das Phosphene.
Du solltest dir nicht zu oft die Augen reiben oder darauf drücken. Deine Augen sind empfindlich und vertragen keinen Druck.
Wandernde Lichtpunkte
Manchmal siehst du kleine leuchtende Punkte, die herumflitzen. Das können Phosphene sein, die sich bewegen, weil sich dein Auge ganz leicht bewegt. Manchmal siehst du auch kleine Flecken oder Fäden, die vor allem vor einem hellen Hintergrund, wie zum Beispiel dem Himmel, schweben. In diesem Fall handelt es sich oft um winzige „Schatten“ im transparenten Gel im Inneren des Auges. Man nennt sie Floater. Es ist fast unmöglich, Phosphene abzubilden, da sie bei jedem Menschen anders aussehen. Aber es könnte etwa so aussehen:
