Sticker, Karten und Co: Deshalb macht Sammeln Spaß!

3. Juni 2026

Die Fußball-WM steht vor der Tür. Auf dem Pausenhof regieren schon die Fußballsticker! Es wird gekauft, getauscht und geklebt, so lange, bis das Album voll ist. Warum sammeln Menschen so gern? Und ist Sammeln harmlos?

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Der Mensch hat schon immer gesammelt

Muscheln sind ein beliebtes Sammelobjekt. 
Foto: Shutterstock / Approved Photography

Sammlungen von Muscheln, Münzen, Steinen oder Federn sind schon aus dem Mittelalter bekannt. Die Lust am Sammeln gibt es also schon lange. Viele Kinder sammeln heute noch gern Muscheln und Steine. Aber nicht nur! Die Möglichkeiten sind endlos. Fußballkarten, Pokémon-Karten, Comics, Kuscheltiere oder Spielzeugautos gehören dazu.

Nicht nur Kinder sammeln gern. Erwachsene sammeln Briefmarken, Schallplatten, Schuhe, Taschen oder sogar Oldtimer. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Es gibt die unterschiedlichsten Sammlungen.

Was passiert im Kopf beim Sammeln? 

Dir fehlt noch ein Sticker, damit deine Albumseite komplett ist. Du hast schon viele Packungen geöffnet. Aber der richtige Sticker war noch nicht dabei. Dann passiert es plötzlich: Dein Freund hat den fehlenden Sticker doppelt und tauscht mit dir. Die Freude ist riesig.

Eine Sammelreihe zu vervollständigen macht glücklich.
Foto: Shutterstock / Just Jus

Dann schüttet das Gehirn Dopamin aus. Das ist ein Stoff, der glücklich macht. Das Gehirn gibt das Dopamin an den Rest des Körpers ab, wenn du etwas Spannendes oder Schönes erlebst – zum Beispiel, wenn du einen seltenen Sticker findest. Deshalb sammelst du weiter. Viele möchten so lange sammeln, bis sie ihr Ziel erreichen: zum Beispiel ein vollständiges Album.

In der Psychologie wird erforscht, wie Menschen denken, fühlen und handeln. Die Forschung sagt: Sammeln gehört von Anfang an zum Menschen. Viele machen das ganz automatisch. 

Kinder beginnen oft schon sehr früh zu sammeln. So lernen sie ihre Umwelt besser kennen und ordnen Dinge. Sammeln kann neugierig machen. Wer viele Steine gesammelt hat, will wissen: Wie alt sind die Steine? Aus welchem Material genau? Was sind besondere Merkmale? So lernt man dazu.

Sammeln macht aus mehreren Gründen Spaß.  Was viele Mensch mögen:

  • Dinge zu ordnen
  • die Neugierde
  • Sammlungen zu vervollständigen
  • mit anderen zu tauschen
  • die Spannung beim Sammeln

Sammeln verbindet. Deine Sammelleidenschaft kannst du vielleicht mit Freunden teilen. Ihr zeigt euch neue Fundstücke und tauscht Karten oder Sticker. Das macht Spaß. Vermutlich sammeln Menschen deshalb ihr Leben lang.  

Firmen nutzen den Sammeltrieb

Foto: Shutterstock / Olga 777

Firmen wissen schon lange, dass Menschen gern sammeln. Im Müsli können sechs verschiedene Figuren sein? Der Sammler denkt: Nur her mit dem Müsli! So verdienen diese Firmen Geld. Deshalb entwickeln sie Dinge, die man gut sammeln kann. Ihr Ziel ist, möglichst viele ihrer Produkte verkaufen. Bei Fußballkarten gibt es zum Beispiel seltene Sticker, Glitzerkarten oder limitierte Karten. Das sind Karten, die es nur für kurze Zeit gibt. Man muss also in der Zeit Karten kaufen, wenn man keine Lücken in der Sammlung haben will. Denn viele Sammler und Sammlerinnen möchten alle Karten besitzen. Die Karten kosten aber Geld. Nicht alle Kinder können sich das leisten. 

Sammeln macht Spaß. In einigen Fällen kann es aber zum Problem werden. Das passiert, wenn Menschen mit dem Sammeln nicht mehr aufhören können. Sie möchten alles besitzen und denken ständig daran, was ihnen in ihrer Sammlung noch fehlt. Es kann passieren, dass sie dann zu viel Geld ausgeben oder mit anderen Sammlern und Sammlerinnen streiten. Verliert jemand die Kontrolle über das Sammeln, spricht man von einer Sucht. Ein Besuch beim Arzt oder einer Ärztin kann helfen, das wieder in den Griff zu bekommen. 

Sammeln muss nicht teuer sein

In der Natur kann man tolle Dinge sammeln. 
Foto: Shutterstock / New Africa

Manche Menschen sammeln Dinge aus der Natur, zum Beispiel Steine, Blätter, Tannenzapfen oder Muscheln. Andere sammeln Eintrittskarten, Postkarten oder Kronkorken. Dafür braucht man kein Geld, sondern nur offene Augen. Beim Sammeln in der Natur solltest du aber achtgeben und keine Pflanzen kaputtmachen oder Tieren schaden. 

Schräge Sammlungen

Foto: dpa / Julia Schoierer

Julia Schoierer lebt in Berlin in Deutschland. Sie hat eine große Leidenschaft: Sneaker. Seit über 30 Jahren sammelt sie sie schon. 

Foto: dpa / Elisa Schu

Klaus Kuhnhold sammelt Kugelschreiber: Er hat 25.000 Exemplare. Seit 1998 sammelt er sie. 

Menschen bringen auch gern Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause, ein Kühlschrankmagnet, ein Schlüsselanhänger oder eine Tasse. Was sammelst du? Schick uns ein Foto von dir mit deiner Sammlung an info@piwitsch.lu!