Volkskrankheit Heuschnupfen
29. April 2026Heuschnupfen ist kein Schnupfen, sondern eine Allergie. Wenn man eine Allergie hat, wehrt sich der Körper gegen etwas, was eigentlich gar nicht gefährlich ist. Beim Heuschnupfen reagiert der Körper auf Pollen.
Pollen sind winzige Staubkörner von Bäumen, Sträuchern und Gräsern. Sie fliegen im Frühling und Sommer durch die Luft. Wenn jemand auf diese Körnchen reagiert, hat er oder sie Heuschnupfen. Auf einer Wiese Fußball zu spielen oder mit Freunden im Gras zu liegen ist für Menschen mit dieser Allergie unangenehm und anstrengend.

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Wenn ein Allergiker Pollen einatmet, denkt sein Körper: „Achtung, Gefahr!“ Der Körper reagiert ähnlich wie bei einer Erkältung. Dort bekämpft er Viren und Bakterien. Beim Heuschnupfen greift der Körper aber die Pollen an – obwohl sie harmlos sind.
Was passiert dann?

- Die Nase läuft.
- Man muss oft niesen.
- Die Augen jucken und tränen.
- Atmen fällt schwer.
Der Körper versucht, die Pollen wieder loszuwerden. Durch Niesen werden sie aus der Nase geschleudert. Tränende Augen spülen die Pollen aus dem Auge. Vielleicht denkst du: Es gibt Schlimmeres! Bestimmt – aber unangenehm ist es trotzdem. Außerdem wird der Körper durch die Abwehrreaktion ganz schön müde.
Heuschnupfen nervt, ist aber meistens nicht sehr gefährlich. Aber aufgepasst: Man sollte ihn trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn jemand viele Jahre Heuschnupfen hat oder ihn nicht behandelt, kann es schlimmer werden. Dann sind nicht mehr nur Nase und Augen betroffen, sondern auch die Lungen. In diesem Fall kann Asthma entstehen.
Für Kinder und Erwachsene ohne Heuschnupfen sind Pollen völlig ungefährlich.

Asthma ist eine Krankheit der Atemwege. Die Luftwege in der Lunge sind dann verengt und entzündet. Das Atmen fällt schwer und man bekommt schlecht Luft.
Im Frühjahr ist es am schlimmsten

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Im Frühling erwacht die Natur. Pflanzen beginnen zu wachsen und zu blühen. Viele Menschen freuen sich darüber. Für Menschen mit Heuschnupfen ist das aber oft eine schwierige Zeit. Denn wenn viele Pflanzen blühen, sind auch viele Pollen in der Luft.
Nicht alle Pflanzen blühen gleichzeitig. Deshalb haben Menschen zu unterschiedlichen Zeiten Probleme mit Pollen. Besonders häufig reagieren Menschen auf die Birke. Sie blüht von März bis Mai. Es kann aber durch einen milden Winter schon früher losgehen. Auch auf Gräserpollen reagieren viele allergisch. Diese Pollen fliegen besonders im späten Frühling und im Sommer durch die Luft.
Wer ist betroffen?
Grundsätzlich kann jeder Heuschnupfen bekommen.
Forscherinnen und Forscher haben aber einige Gründe gefunden, die das Risiko erhöhen können.
- Der Klimawandel:
Wärmere Winter sorgen dafür, dass Pflanzen früher blühen. Dadurch sind länger Pollen in der Luft. - Wenig Regen:
Regen wäscht Pollen aus der Luft. Wenn es wenig regnet, bleiben mehr Pollen in der Luft. - Luftverschmutzung:
Abgase von Autos können Pollen verändern. Dadurch reizen sie den Körper noch stärker. - Leben in der Stadt:
Kinder, die viel draußen in der Natur sind, haben oft ein stärkeres Abwehrsystem. Sie bekommen seltener Allergien.

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Was hilft gegen Heuschnupfen?

Allergien sollten immer von einem Arzt oder einer Ärztin untersucht werden. Hast du also den Verdacht, dass dein Körper auf Pollen reagiert, sprich mit einem Erwachsenen darüber, damit du Hilfe bekommst.
Du hast eine Pollenallergie? Dann können dir diese Tipps im Frühjahr helfen:
- Bleib bei sehr starkem Pollenflug lieber drinnen. Nach einem Regenschauer ist es draußen deutlich angenehmer.
- Dusche abends und wasch dir die Haare. Dann nimmst du keine Pollen mit ins Bett.
- Wechsle deine Kleidung regelmäßig. Nimm keine Kleidung mit ins Schlafzimmer, die du draußen getragen hast.
- Halte die Fenster tagsüber geschlossen und lüfte nachts, wenn weniger Pollen fliegen.
- Trag eine Sonnenbrille, denn das schützt die Augen vor Pollen.
- In manchen Fällen sind Medikamente sinnvoll. Das entscheidet aber dein Arzt oder deine Ärztin.
Was passiert in der Forschung?

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Forschende untersuchen, warum immer mehr Menschen Heuschnupfen bekommen. Es ist mittlerweile eine echte Volkskrankheit. Sie suchen auch nach neuen Medikamenten und besseren Behandlungen.

Auf der Internetseite oder in der App pollen.lu kannst du nachschauen, wie viele Pollen gerade in der Luft schwirren.
Yann hat Heuschnupfen.
De Piwitsch hat sich mit ihm unterhalten.

Steckbrief:
- Name: Yann Nothum
- Alter: 11 Jahre
- Hobbys: Tischtennis und Musik
- Lieblingsessen: Kniddelen
De Piwitsch: Auf welche Pollen bist du allergisch?
Yann: Ich bin allergisch auf Gräser und Wegeriche.
De Piwitsch: Wie hast du das herausgefunden?
Yann: Ich habe vor zwei Jahren gemerkt, dass da etwas nicht stimmt. Vor sechs Monaten habe ich einen Allergietest beim Arzt gemacht. Seitdem weiß ich, dass ich eine Pollenallergie habe.
De Piwitsch: Wie merkst du, dass wieder Heuschnupfenzeit ist?
Yann: Ich weiß mittlerweile, wann die Zeit der Pollen ist. Die Bestätigung habe ich, wenn die Nase läuft und die Augen zwicken.
De Piwitsch: Worauf musst du aufpassen?
Yann: Wenn der Rasen gemäht wird, muss ich aufpassen. Bin ich dann gerade draußen, reagiert mein Körper sofort. Wenn bei uns im Garten die Wiese gemäht wird und das Fenster offen ist, merke ich es sogar drinnen im Wohnzimmer.
De Piwitsch: Was stört dich am meisten am Heuschnupfen?
Yann: Dass ich ohne Taschentuch nirgends hingehen kann. Die Nase kann zu jedem Moment laufen. Wenn ich keins dabeihabe, muss ich mir schnell eins besorgen. Das ist schon ganz schön doof.
De Piwitsch: Was hilft dir?
Yann: Wenn die Augen zwicken, hilft es, abends zu duschen. Dann werden die ganzen Pollen abgespült. Wenn die Nase zu ist, hilft Nasenspray.
De Piwitsch: Hast du Tipps für Kinder mit Heuschnupfen?
Yann: Ich habe drei gute Tipps: Abends immer duschen, immer Taschentücher dabeihaben, die Nähe von Pollen meiden.
