Warum Menschen Sonnenlicht brauchen

17. Dezember 2025

Fühlst du dich im Winter manchmal müde, obwohl du genug geschlafen hast? Hast du an dunklen Tagen weniger Lust zum Spielen oder Lernen? Das geht vielen Kindern und Erwachsenen so. Die Schlappheit hat mit dem Licht zu tun. Licht ist nämlich viel mehr als Helligkeit. Es ist eine Kraftquelle für den Körper.

Im Winter fühlt man sich oft müde.
(Illustration: Shutterstock – Anna Maliutina)

Wie Licht den Körper wach macht

Wenn morgens Tageslicht in deine Augen fällt, geht es los: Deine innere Uhr befiehlt deinem Körper aufzuwachen. Dein Gehirn bekommt die Nachricht: „Es ist Tag!“ Wachmacher werden aktiviert. Ein Stoff namens Serotonin sorgt dafür, dass du fröhlicher bist und dich besser konzentrieren kannst. Außerdem wird weniger vom Schlafhormon Melatonin produziert, das dich müde macht.

Die ersten Sonnenstrahlen aktivieren den Körper.
(Illustration: Shutterstock – Nick Rostov)

Es ist fast, als hätte dein Körper einen Regler. Das Tageslicht schiebt ihn auf „wach“, Dunkelheit auf „müde“. Im Winter, wenn es lange dunkel ist, bleibt der Regler manchmal länger auf „müde“ stehen.

Warum Licht draußen stärker wirkt

Vielleicht denkst du: „Ich sitze im Klassenzimmer am Fenster, das reicht doch!“ Leider nein. Licht drinnen ist ganz anders als Licht draußen. Fenster schwächen das Licht ab. Auch wenn es drinnen hell aussieht, durch Glas geht nur ein Teil des wichtigen Tageslichts. Das Licht aus Lampen ist viel schwächer als das Licht der Sonne. Selbst eine richtig helle Lampe ist schwach im Vergleich zum Sonnenlicht draußen.

Das bedeutet: Ein paar Minuten draußen sind für deinen Körper wertvoller als eine Stunde drinnen unter einer Lampe.

Auch im Winter sollte man öfters draußen sein. (Foto: Shutterstock – Olya Humeniuk)

Was Lampen können und was nicht

Lampen machen dein Zimmer hell und gemütlich, aber sie können das echte Tageslicht nicht ersetzen. Sie helfen beim Lesen, Basteln oder Spielen, aber sie lösen nicht dieselben Prozesse im Körper aus wie Sonnenlicht.

Es gibt besondere Lampen, die sehr hell leuchten und ein bisschen wie Tageslicht wirken sollen. Sie können helfen, wenn das Wetter zum Beispiel zu schlecht ist, um vor die Tür zu gehen. Trotzdem bleibt echtes Licht draußen unschlagbar.

Wie du im Winter mehr Licht tanken kannst

Auch wenn es kalt ist, gibt es viele Möglichkeiten, mehr Licht zu bekommen:

  • Geh morgens ein paar Minuten vor die Tür! Schon der Weg zur Schule zu Fuß bringt deinen Körper in Schwung.
  • Nutze Pausen im Freien! Eine Runde Fußball, Fangen oder einfach frische Luft schnappen – alles zählt.
  • Öffne die Vorhänge! Wenn du drinnen bist, sorge dafür, dass so viel Licht wie möglich hereinkommt.
  • Bewege dich draußen! Durch Bewegung kann dein Körper das Licht besser nutzen.

Du musst nicht stundenlang draußen sein. Oft reichen 10 bis 20 Minuten Tageslicht, um den Körper „aufzuladen“.

Licht als Winterkraft

Wenn du im Winter regelmäßig draußen bist, fühlst du dich oft wacher, fröhlicher und ausgeglichener. Licht ist eine natürliche Superkraft, die du jeden Tag kostenlos nutzen kannst.

Ein kleiner Lichtblick zum Schluss

Du hast es fast geschafft! Dieses Jahr ist der kürzeste Tag des Jahres am 21. Dezember. Das bedeutet, dass danach bis zum 21. Juni jeder Tag ein kleines bisschen länger wird als der Tag davor. Mehr Helligkeit heißt auch mehr Zeit draußen und mehr Sonnenlicht für deinen Körper.

Der Winter bleibt zwar noch eine Weile, aber das Licht kommt Schritt für Schritt zurück.

Auch wenn dir die Sonne im Winter nicht so stark vorkommt: Sonnencreme nicht vergessen.