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Wer fährt im Maillot Jaune nach Hause?

1. Juli 2026
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Am 4. Juli beginnt die 113. Ausgabe des berühmtesten Radrennens der Welt: der Tour de France.
Der Name bedeutet auf Deutsch „Rundfahrt durch Frankreich“: Oft wird das Rennen auch „La Grande Boucle“ genannt. Das ist Französisch und heißt übersetzt „Die große Schleife“.

Nach 21 Etappen erreichen die Radprofis den Arc de Triomphe in Paris.
Foto: Shutterstock / Victor Velter

3.333 Kilometer in 21 Etappen!

Bei der Tour de France treten die schnellsten Radfahrer der Welt gegeneinander an. Die Strecke führt vor allem durch Frankreich, manchmal aber auch durch andere Länder. In diesem Jahr startet das Rennen in Spanien. Erst am dritten Tag geht es Richtung Frankreich.

Die Tour de France findet jedes Jahr statt. Sie dauert drei Wochen. Die einzelnen Abschnitte des Rennens heißen Etappen. Insgesamt gehen dieses Jahr 184 Fahrer an den Start. Zum ersten Mal in der Geschichte der Tour de France beginnt das Rennen in der spanischen Stadt Barcelona. Dort fahren die Radprofis an berühmten Sehenswürdigkeiten vorbei, wie etwa an der Kathedrale Sagrada Familia.

Gut zu wissen: Die längste Tour aller Zeiten fand 1926 statt. Damals mussten die Radfahrer 5.745 Kilometer in nur 17 Etappen fahren. Das bedeutet: Jede Etappe war im Durchschnitt etwa 338 Kilometer lang. Die Fahrer saßen oft mehr als zehn Stunden am Tag auf dem Fahrrad!

In den folgenden 21 Tagen legen die Fahrer insgesamt 3.333 Kilometer zurück. Am 26. Juli endet das Rennen traditionell in der französischen Hauptstadt Paris.

Die höchste Kirche der Welt

Die Sagrada Familia ist die höchste Kirche der Welt. Ihr Turm ist 172,5 Meter hoch und ragt über die gesamte Stadt. Erst am 10. Juni wurde der neue Turm von Papst Leo XIV. feierlich gesegnet und eingeweiht.

Mit dem großen Kreuz auf dem mittleren Turm ist die Sagrada Familia nun die höchste Kirche der Welt.
Foto: Shutterstock / Yating Kuo

Heißbegehrte Trikots

Die Radprofis fahren während der Tour de France oft rasend schnell. Auf flachen Strecken erreichen sie beim Sprinten manchmal Geschwindigkeiten von mehr als 70 Kilometern pro Stunde! Damit die Fans besser erkennen können, wer gerade vorne ist, tragen einige Fahrer besondere Trikots.

2024 gewann Tadej Pogacar zum dritten Mal die Tour de France.
Foto: Shutterstock / Gil Corzo

Das berühmteste und begehrteste Trikot ist das Gelbe Trikot. Es gehört dem Fahrer, der in dem Moment die meisten Punkte hat. Wer dieses Trikot am letzten Tag in Paris trägt, gewinnt die Tour de France.

Ein weiteres besonderes Trikot ist das rot gepunktete Trikot. Es wird an den besten Bergfahrer vergeben. Um dieses Trikot zu gewinnen, müssen die Fahrer viele steile Anstiege meistern. In diesem Jahr warten 54.450 Höhenmeter auf die Teilnehmer. Das entspricht ungefähr sechs Mal der Höhe des Mount Everest!

Auch das grüne Trikot ist heiß umkämpft. Es zeichnet den besten Sprinter aus. Diese Fahrer sind besonders schnell, wenn es auf den letzten Metern der Etappe um den Sieg geht. Außerdem gibt es noch das Weiße Trikot. Es wird an den besten Nachwuchsfahrer vergeben. Dieser Fahrer darf nicht älter als 25 Jahre sein.

Jede Etappe hat ihren eigenen Sieger. Manchmal entscheiden nur wenige Zentimeter oder sogar Millimeter darüber, wer als Erster die Ziellinie überquert. Das sorgt immer wieder für spannende Rennen.

Luxemburgische Profis

Dieses Jahr steht mit Alex Kirsch ein Luxemburger am Start. Der 33-Jährige nimmt bereits zum dritten Mal an der Tour de France teil.

Luxemburg hat aber noch weitere erfolgreiche Radprofis. Bob Jungels und Kevin Geniets fahren ebenfalls auf höchstem Niveau! Auch bei den Frauen gibt es starke Fahrerinnen aus Luxemburg. Nina Berton ist erst 24 Jahre alt und gehört zu den erfolgreichsten Radsportlerinnen des Landes.

Einige Luxemburger fuhren tatsächlich schon einmal im Maillot Jaune nach Hause!

1909François Faber
1927Nicolas Frantz
1928Nicolas Frantz
1958Charly Gaul
2010Andy Schleck
Der Luxemburger Radprofi François Faber gewann 1909 die Tour de France.
Foto: Source gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Die berühmten Schleck-Brüder

Vielleicht hast du Vielleicht hast du schon einmal von den Schleck-Brüdern gehört. Andy und Fränk Schleck aus Bad Mondorf haben mit ihren starken Leistungen Sportgeschichte geschrieben. Zwischen 2007 und 2011 gehörten die Brüder zu den besten Fahrern der Tour de France. Andy Schleck gewann sogar die Tour de France. Zuerst wurde er bei der Tour 2010 nur Zweiter. Doch später stellte sich heraus, dass der damalige Sieger, Alberto Contador, verbotene Dopingmittel verwendet hatte. Deshalb wurde ihm der Sieg aberkannt. So wurde Andy Schleck nachträglich zum Sieger der Tour de France 2010 erklärt.

Die Schleck-Brüder sind bekannt im Radsport.
Foto: Shutterstock / Framemaster A

2011 schafften die beiden etwas ganz Besonderes: Bei der Siegerehrung in Paris standen die Brüder gemeinsam auf dem Podium. Bereits ihr Vater Johny Schleck war Radprofi. Zwischen 1965 und 1974 nahm er acht Mal an der Tour de France teil. Wegen einer Knieverletzung musste Andy Schleck seine Karriere im Alter von 29 Jahren beenden. Sein Bruder Fränk blieb noch einige Jahre beim Profisport, bevor auch er 2016 mit dem Radrennen aufhörte.

Verbotene Super-Mittel

Lance Armstrong gewann die Tour de France sieben Mal hintereinander. Er galt als einer der größten Radfahrer der Welt. Später stellte sich heraus, dass Lance Armstrong und viele andere Fahrer verbotene Mittel genommen haben. Das nennt man Doping. Solche Mittel können Sportler zwar schneller und stärker machen. Sie sind aber unfair gegenüber den anderen Teilnehmern. Außerdem sind sie sehr schlecht für die Gesundheit. Als die Wahrheit herauskam, wurden Lance Armstrong alle seine Tour-de-France-Siege entzogen. Bis heute gilt der Fall Armstrong als einer der größten Doping-Skandale der Geschichte!

Tour de France Femmes

Heute gibt es die Tour de France Femmes, also die Tour de France der Frauen. Doch das war nicht immer so. 1955 gab es erstmals ein Rennen nach dem Vorbild der Tour de France nur für Frauen. Danach dauerte es viele Jahre, bis die Frauen wieder ihre eigene Tour bekamen. Erst seit 2022 wird die Tour de France Femmes wieder regelmäßig ausgetragen.

Pauline Ferrand Prévot gewann 2025 die Tour de France Femmes.
Foto: Shutterstock / Rini Kools

Die Fahrerinnen legen dabei ebenfalls hunderte Kilometer zurück, bezwingen steile Berge und kämpfen um jede Sekunde. Das Rennen der Frauen beginnt am 1. August und dauert bis zum 9. August.

Vor 123 Jahren

Die erste Tour de France fand im Jahr 1903 statt. Damals waren die Bedingungen noch viel bescheidener als heute. Es gab noch keine großen Teamautos wie heute, die mit Ersatzrädern hinterherfahren. Wenn heute etwas am Rad kaputtgeht, bekommt ein Fahrer schnell ein neues Fahrrad vom Team.

Früher war das ganz anders: Die Fahrer durften ihr Fahrrad nicht einfach wechseln. Wenn etwas kaputt war, mussten sie es selbst reparieren und konnten dabei viel Zeit verlieren.