Wie funktionieren Barcodes?
11. November 2025Eine Kinderfrage von Marie aus Grevenmacher
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Die schwarzen Striche oder das kleine Quadrat mit dem seltsamen Muster sind dir bestimmt schon aufgefallen, denn sie sind überall: auf Verpackungen für Kekse, Nudeln, Klopapier und so weiter. Diese Bilder heißen Barcodes oder QR-Codes. Hier erfährst du, wozu sie da sind.
Was ist ein Barcode?
Ein Barcode besteht aus schwarzen Strichen auf weißem Hintergrund. Die Striche sind unterschiedlich breit. Zusammen bilden sie eine Art Geheimschrift. Du kannst diese Schrift nicht lesen. Aber ein Scanner, der rotes Licht benutzt, kann es. So erkennt die Kasse im Supermarkt sofort, welches Produkt du gekauft hast und wie viel es kostet.
Die Striche eines Barcodes sind wie ein geheimer Zahlencode. Es gibt breite und schmale Striche und auch breite und schmale Zwischenräume. Jede Kombination steht für eine Ziffer, zum Beispiel „schmaler Strich – schmale Lücke – breiter Strich“ könnte die Ziffer 4 bedeuten. Und so funktioniert der Scanner: Er leuchtet mit rotem Licht auf den Barcode. Schwarze Striche schlucken das Licht, weiße Zwischenräume reflektieren es. Der Scanner misst den Unterschied. Er wandelt die Abfolge von Hell und Dunkel in Nullen und Einsen um. So entsteht ein digitaler Code.
Der Computer übersetzt diesen Code in die passende Zahl. Ein Barcode besteht meistens aus zwölf oder dreizehn Ziffern. Zusammen sind sie eine Art Ausweis („Carte d’identité“) für das Produkt. In der Kasse sind die Zahlen aller Produkte gespeichert, die man im Geschäft kaufen kann. Die Kasse schaut beim Scannen nach, welches Produkt zu dieser Nummer gehört. Dann erscheinen Name und Preis auf dem Bildschirm.
QR-Codes funktionieren ähnlich. Sie bestehen nur nicht aus Strichen, sondern aus vielen kleinen Quadraten. Jedes Kästchen steht für „schwarz = 1“ oder „weiß = 0“. Sie können viel mehr Informationen speichern als Barcodes, zum Beispiel ganze Internetadressen. „QR“ bedeutet „Quick Response“, also „schnelle Antwort“. Mit dem Smartphone kannst du sofort eine Internetseite öffnen, einen Text lesen oder ein Bild sehen. Der QR-Code wurde 1994 in Japan von der Firma Denso Wave erfunden.
Angeberwissen: Was ist ein Patent?
Ein Patent ist ein Schutz für eine neue Idee. Wenn jemand etwas erfindet, zum Beispiel eine neue Maschine oder ein besonderes Spielzeug, kann er oder sie ein Patent bekommen. Das bedeutet: Nur diese Person darf ihre Erfindung für eine bestimmte Zeit verkaufen oder benutzen. Andere dürfen sie nicht einfach nachmachen. So kann der Erfinder oder die Erfinderin eine Zeit lang allein Geld mit der Erfindung verdienen.
Wer hat den Barcode erfunden?
Die Idee für den Barcode stammt aus den USA. Die Studenten Norman Joseph Woodland und Bernard Silver entwickelten 1949 den ersten Entwurf. Woodland zeichnete Striche in den Sand und hatte so die Idee. 1952 erhielten die beiden ein Patent. Richtig wichtig wurde der Barcode aber erst in den 1970er-Jahren. 1974 scannte ein Supermarkt in Ohio zum ersten Mal ein Produkt: ein Päckchen Kaugummi.

Noch mehr Codes
Neben Barcodes und QR-Codes gibt es den Data Matrix Code. Er sieht ähnlich aus, ist aber kleiner. Auf Verpackungen für Medikamente findest du oft so einen Code. Der Aztec Code ist oft auf Zugtickets gedruckt, weil er auch dann lesbar ist, wenn er zerknittert ist. Der MaxiCode sieht wie ein Kreis mit Punkten aus und wird von Paketdiensten genutzt.

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Foto: Shutterstock / Claudio Divizia
Warum sind sie so praktisch?
Barcodes und QR-Codes sind heute überall: auf Lebensmitteln, Büchern, Fahrkarten oder Tickets. Computer lesen sie blitzschnell. So geht es an der Kasse schneller und es passieren weniger Fehler.